Ein Morgen in Tecs Haus
Sunday, April 5th, 2009
7:00
Heimkommen vom Gig im Cocoliche – Outdoor Session mit Polizeieinsatz und anschliessende stundenlange Zeichnerei im Club. Zombiemodus aktiviert. Umfallen ins Bett.
8:30
Es klingelt – der Mechaniker von nebenan und ca. 5 andere Nachbarn. Alle reden aufgeregt auf mich ein, kann kaum aus den Augen schaun und brauch eine ganze Weile bis ich check, was sie wollen. Die Tür vom Auto vom Tec steht nämlich sperrangelweit offen. Waren wir wirklich so waach? Wie durch ein Wunder is nix gstohlen worden. Die alte Frau meint wir sollten uns beim Herrn im Himmel bedanken.
10:30
Im Bett, ich hör englische Stimmen von draussen. Hört sich an wie in einer Galerie, fachsimpeln mit Fremdwörtern. “The artist’s intention… bla bla bla… paints on walls like it’s canvas…” Es ist die Buenos Aires Graffititour. Es klingelt, draussen sind 5 EngländerInnen, die den Künstler sprechen wollen. Wie sie sehen wie ich ausschau, sehens eh gleich ein, dasses heute keinen Sinn hat. Sie gehen weiter zum Elektrizitätskraftwerk.

12:00
Klingelt. Ein junger Graffittyp. Gestern nacht hat er zwei Häuser weiter eine Wand weiss grundiert, um ein Piece zu machen. Vor Freude über die weisse Wand hat der Tec am selben Abend noch in mannshohen Lettern “GRACIAS” draufgemalt. Jetzt regt sich der Typ auf und will weisse Farbe, um alles wieder weiss zu machen. Lange Diskussion, der Hausbesitzer kommt vorbei und fangt fast eine Schlägerei an. Am Ende Friede Freude Eierkuchen, und alle malen gemeinsam die Wand weiss, und die jungs fangen ihr Piece an. Als Abschied meint der Tec, Ciao, in ein paar Tagen übermal ich alles.

